Pressemitteilung vom 2. März 2009 zu den Enka-Schließungsplänen für das Elsterberger Werk
Veröffentlichung im Vogtland-Anzeiger, 3. 3. 2009
Veröffentlichung in der Freien Presse, 3. 3. 2009
Wichtiger als alles momentan stattfindende Wahlkampfgetöse ist für Günther, zu wissen, welche Strategie Enka in Zukunft verfolgt. Außerdem, ob das Werk in Elsterberg tatsächlich über Jahre hinweg Gewinn eingefahren hat, wie das immer wieder in den Zeitungen zu lesen ist? "Wurde in Elsterberg tatsächlich Gewinn erwirtschaftet, ist die Frage offen, ob das Unternehmen jetzt aus diesem Gewinn im Interesse der Belegschaft eine Re-Investition vornehmen kann und will."
Günther weiter: "Zieht sich Enka aus Elsterberg zurück, weil die dort gefertigten Produkte nicht mehr wettbewerbsfähig sind, wäre zum Beispiel auch eine MBO-Lösung wenig erfolgversprechend. Und das müssten alle Beschäftigten, die sich mit dem Gedanken an eine mögliche Beteiligung tragen, auch wissen, ehe sie ihr Privatvermögen einsetzen. Denn Fakt ist eins: Wenn kein größerer Privatinvestor mehr in ein Unternehmen investiert, sollten Mitarbeiter den ihnen entstehenden Schaden nicht noch vergrößern, indem sie einer schlechten Sache gutes Geld hinterher werfen. Und auch der Staat sollte in dem Fall zwei Mal hinschauen, ehe er dort weitere Steuergelder einsetzt. Denn Enka in Elsterberg hat bereits Millionen aus dem Staatssäckel kassiert - Geld, das mit dem Abbau der Maschinen indirekt nach China transferiert würde und für den Steuerzahler verloren wäre." (2. März 2009)