Schulmuseum Neumark
Wie sahen die Schulbänke aus, auf denen Kinder in den 1940er Jahren lernten? Welche Technik wurde 1970 in den Schulen benutzt? Wer waren die Jungen Pioniere? - Auf diese
und unzählige weitere Fragen findet man Antworten im Schulmuseum Neumark. In drei Räumen wird alles ausgestellt, was Schulgeschichte dokumentiert. Und sogar noch einiges mehr. Zum Beispiel ein 4500 Jahre alter Faustkeil, den Schüler auf einer Exkursion gefunden hatten.
Museumsdirektorin ist seit zehn Jahren Simone Dürbeck. Die 32-Jährige war einst selbst Schülerin in Neumark, arbeitet heute als Lehrerin für Sport, Ethik und Englisch an der Mittelschule der Stadt. In ihrer Freizeit kümmert sie sich um das Museum. Unterstützt wird sie dabei von den Schülern des Neigungskurses „Jetzt werde ich Museumsdirektor“. Denn die Arbeit wäre zu viel für einen allein. Nicht nur die Vitrinen und anderen Ausstellungsbereiche müssen gestaltet und ab und an auch umgestaltet werden. Es gilt zudem, Frageheftchen für auswärtige Klassen vorzubereiten. Viele Schulen führen regelmäßig Exkursionen ins Schulmuseum durch. „Da schlüpfen dann unsere Kinder in die Rolle von Lehrern, zeigen und erklären alles, betreuen die einzelnen Stationen, an denen Fragen zu beantworten sind“, erläuterte Simone Dürbeck dem FDP-Bundestagsabgeordneten Joachim Günther bei einem Besuch das in dessen Wahlkreis Vogtland einmalige Projekt Schulmuseum. „Es kommen aber natürlich auch viele Studenten und Gymnasiasten, die hier für ihre Hausarbeiten forschen.“


