Tropfsteingrotte Alaunwerk ist eine Attraktion
Auf dem Weg von der Göltzschtalbrücke zu den Touristenhighlights in Plauen oder dem Oberen Vogtland lohnt sich ein Abstecher ins Schaubergwerk des früheren Alaunwerks Mühlwand. Dort kann man die Vielseitigkeit der Geologie im Vogtland entdecken.

Seit September 2001 ist das ehemalige Alaunwerk Mühlwand für Besucher als Schaubergewerk geöffnet. Wie Werner Albert beim Besuch des Bundestagsabgeordneten Joachim Günther erläuterte, sind die Erkundungen aber längst nicht abgeschlossen. Weitere Stollen sollen zugänglich gemacht werden. Dafür hofft der Trägerverein des Alaunwerkes auf ABM-Kräfte.
Etwa um 1690 hatte man in Mühlwand mit dem Abbau von Alaun begonnen. Im Gegensatz zum Erzabbau gab es beim Schieferabbau kein genauen Aufzeichnungen. Durch Zufall seien die nach 1827 in Vergessenheit geratenen Stollen 1954 wieder "aufgetaucht". Während eines Hochwassers brachen durch den enormen Wasserdruck die alten Stollen wieder auf. Von 1957 bis 60 erkundeten Rotschauer Abschnitte des Stollensystems und entdeckten zahlreiche Grotten, die - entsprechend der Aufzeichnungen- größer sind als die Feengrotten. Durch einen geplanten Talsperrenbau wurden zunächst weitere Ausgrabungen verhindert, berichtete Werner Albert Joachim Günther. Erst 1994 fing man wieder damit an.
Die Entdecker aus den 1950er Jahren hatten leider keine genaue Beschreibung der Grotten-Lage hinterlassen, nur unter Tage geschossene Fotos. "Deshalb sind wir immer noch auf der Suche nach den Grotten", hofft Werner Albert, noch mitzuerleben, wie Höhlenforscher erneut fündig werden.
Öffnungszeiten:
Juli/August - täglich von 13 bis 16 Uhr,
Samstag/Sonntag: 13 bis 16 Uhr,
außerdem jederzeit nach Voranmeldung - Telefon 03765/13986, 0162/1774538.
www.alaunwerk.de