Joachim Günther - Olympia-Tagebuch

Olympia-Tagebuch

Die XXI. Olympischen Winterspiele werden vom 12. bis 28. Februar 2010 im kanadischen Vancouver ausgetragen. Verschiedene Wettkämpfe werden auch in Whistler sowie in den Vororten Richmond und West Vancouver stattfinden. Kanada ist bereits zum dritten Mal Gastgeber von Olympischen Spielen. 1976 gab es in Montreal Sommerspiele, 1988 in Calgary Winterspiele. Joachim Günther, der vom 13. bis 20. Februar gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Sportausschusses des Deutschen Bundestages live vor Ort sein wird, berichtet auf dieser Seite in einem Olympia-Tagebuch von seinen Erlebnissen bei den Winterspielen in Vancouver.

Die Olympischen Spiele im Bild

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Zurück   Übersicht   Vorwärts

 

Ein Fazit aus Sicht des Politikers

Der Besuch der Olympischen Spiele in Vancouver ist für mich ein beeindruckendes Erlebnis gewesen. Es gibt eine Vielzahl von Dingen, über die es sich lohnt, noch einmal detailliert nachzudenken und sicher auch im Sportausschuss im Zusammenhang mit der Vorbereitung von Olympia 2018 in München zu diskutieren.
Als erstes, und das möchte ich nicht unerwähnt lassen, sollte man sich bei den Kanadiern für die hervorragende Gastfreundschaft bedanken. Es war einfach faszinierend, wie sich die Menschen von Vancouver, die aus aller Herrn Länder stammen, mit der Olympiade identifizieren. Und dies auch in aller Freundlichkeit gegenüber den Gästen zum Ausdruck bringen.

mehr dazu

Olympia schafft 55000 Arbeitsplätze

Olympia ist für die Region Vancouver ein voller Erfolg. Entsprechend lautet das Fazit der örtlichen Handelskammer, bei der unsere Delegation zu Gast sein durfte, ehe Maria Riesch das vierte Olympia-Gold für Deutschland holte. Während der Vorbereitungsphase zu Olympia entstanden im Raum Vancouver 5600 Arbeitsplätze neu. Dabei mussten die Kanadier feststellen, dass ihnen viele Fachkräfte fehlen. Bis zum Beginn der Olympischen Spiele wurden 55000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Und die Kammer erwartet, dass auf Grund der weltweiten Werbung durch Olympia in den nächsten 20 Jahren weitere 200000 Arbeitsplätze entstehen. Die neu gebauten Kongresszentren zum Beispiel sind nach Angaben der Handelskammer in den nächsten 10 Jahren ausgebucht. (20. Februar 2010)

mehr dazu

17. Februar: Kanada ist wirklich eishockey-verrückt

Die Demonstrationen gegen die angebliche Umweltzerstörung im Zuge der Olympischen Spiele haben weltweit für jede Menge Negativschlagzeilen gesorgt. Autonome bewarfen dabei Polizisten mit Steinen, auch Schaufensterscheiben gingen zu Bruch. Und am Ende stellt sich heraus, dass diese Demonstrationen überflüssig waren!

mehr dazu

16. Februar: Erstes Gold für Sachsen

Das erste Olympia-Gold für Sachsen! Endlich! Vier Wahnsinnsläufe von Tatjana Hüfner, die ihren Sieg gar nicht so recht fassen konnte. Ich war beim letzten und entscheidenden Rennen am Zieleinlauf und konnte Tatjana selbst gratulieren. Und der Rodelwettbewerb war nicht der einzige Gold-Lauf, den unsere Delegation am Dienstag sehen durfte. Denn auch beim Biathlon der Damen waren wir an der Strecke. Ich hoffe, im Sächsischen Haus haben sie es abends so richtig krachen lassen - und Tatjana Hüfner ist dort tatsächlich auch noch vorbei gegangen.

mehr dazu

15. Februar: Das olympische Dorf ist spitze!


Heute stand ein Besuch im olympischen Dorf in Vancouver auf dem Programm. Man muss den Kanadiern ein Kompliment machen: Hier ist alles top. Es wurden beste Rahmenbedingungen geschaffen, die die Sportler regelrecht anspornen, im Wettkampf Bestleistungen zu erbringen. Am meisten beeindruckt hat mich die Mensa, in der die Sportler 24 Stunden lang, also rund um die Uhr, frisches Essen von allen Kontinenten angeboten bekommen.

mehr dazu

14. Februar: Wir bejubeln die erste Goldmedaille für Deutschland

Freude und Leid liegen an diesem Tag eng beeinander. Das zeigt sich allein am Beispiel meines einstigen Klassenkameraden aus Syrau, den ich beim abendlichen Empfang für die deutsche Mannschaft im Deutschen Haus in Vancouver traf. Stephan Gneupel (Foto) ist einer der erfolgreichsten deutschen Eisschnelllauf-Trainer, hier in Vancouver unter anderem verantwortlich für Stephanie Beckert und Daniela Anschütz-Thoms. Während die junge Stephanie Beckert über 3000 Meter eine hervorragende Zeit lief und sich am Ende über Silber freuen konnte, erreichte Daniela Anschütz-Thomas nach packendem Rennen den undankbaren 4. Rang. Sie hatte lediglich um 3 Hundertstel Sekunden Bronze verpasst. Wahnsinn!

mehr dazu

13. Februar - Ankunft der Delegation in Vancouver

Bei Minus-Graden, Schnee und Eis in Frankfurt um 12 Uhr losgeflogen, landete unsere Delegation heute um 14 Uhr Ortszeit in Vancouver. 15 Grad - im Plus, wohlgemerkt, die Frühblüher bezaubern mit leuchtenden Farben - wir können uns noch nicht vorstellen, dass hier tatsächlich Olympische Winterspiele stattfinden. Meine Mütze mit dem Logo der Vogtland Arena, die ich hier eigentlich permanent tragen wollte, um für Klingenthal zu werben, muss ich erstmal im Koffer lassen. Aber morgen gehts ja in die Berge nach Whistler...

24 sächsische Starter kämpfen um Medaillen

24 Starter der deutschen Olympia-Mannschaft kommen aus Sachsen - und einige von ihnen hegen durchaus berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille. Der Nordische Kombinierer Björn Kircheisen zum Beispiel, der wie Team-Kollege Eric Frenzel im Bundesstützpunkt Klingenthal trainiert. Aber natürlich auch das Chemnitzer Eiskunstlaufpaar Savchenko und Szolkowy.

Liste der sächsischen Starter

Vancouver 2010


Alle statistischen Angaben rund um die XXI. Olympischen Winterspiele

 

Das deutsche Team


www.dosb.de

 

Fernseh-Berichterstattung


Die Berichterstattung über Olympia im öffentlich-rechtlichen Fernsehen

 

Paralympics

Vom 12. bis 21. März finden in Vancouver, im Anschluss an die Olympischen Winterspiele, die Paralympics statt. Joachim Günther gab der Paralympics Zeitung im Vorfeld ein Interview. lesen