Zwei Wochenendtermine für Erstliga-Spiele sind genug!
Pressemitteilung vom 4. März 2009 zur Debatte im Sportausschuss des Deutschen Bundestages über die Beschwerde der Amateur-Fußballvereine bezüglich eines dritten Wochenendtermins für Erstliga-Spiele Ab der kommenden Saison soll ein Spiel der Ersten Fußball-Bundesliga bereits am Sonntagnachmittag stattfinden. Viele Amateurvereine befürchten durch die Live-Übertragung im Fernsehen einen massiven Zuschauerverlust bei den Spielen ihrer eigenen Mannschaften. Anlässlich der heutigen Debatte darüber im Sportausschuss des Deutschen Bundestages teilt Ausschuss-Mitglied Joachim Günther (FDP) mit:"Die Entscheidung der Profivereine, die damit hoffen, noch mehr Gelder in ihre Kassen zu spülen, ist ein Schlag ins Gesicht der Amateurvereine.
Ich persönlich vertrete die Auffassung, dass zwei Spieltermine am Wochenende genug sind für die 1. Liga. Nicht alles darf im deutschen Fußball dem Kommerz unterworfen werden. Man muss auch Rücksicht auf die Vereine nehmen, die den Sport in der Breite vertreten, die den Unterbau darstellen für den bezahlten Fußball. Alle diese Vereine sind darauf angewiesen, dass sie Zuschauer haben. Das ist Motivation für die, die aus Spaß an der Sache Fußball spielen, und die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, die die Spiele absichern.
Diese Meinung vertrete ich auch im Sportausschuss. Schließlich wären auch in meinem Wahlkreis zahlreiche Vereine von den negativen Auswirkungen des frühen Sonntagsspiels in Liga 1 betroffen - vom VFC Plauen bis zu den Kreisklasse-Vereinen. Ob allerdings die Politik überhaupt regulierend eingreifen kann, wird sich zeigen. Es handelt sich hierbei um eine eigenständige Entscheidung der Liga. Auf jeden Fall aber können und sollten wir Bundestagsabgeordnete an die Vernunft der Entscheidungsträger appellieren."

