Joachim Günther - Betriebsbesuche

Transformatoren aus dem Vogtland sind gefragt

Im Bereich des Transformatorenbaus hat sich die Starkstrom-Gerätebau GmbH Neumark mittlerweile in Deutschland einen Marktanteil von einem Drittel erobert. Seit 2000 werden im Vogtland auch ganze Trafostationen hergestellt, erläuterte Geschäftsführer Wolfgang Keßler beim Betriebsbesuch Joachim Günther.


Neumarks Bürgermeister Ralf Fester, Joachim Günther und SGB-Chef Wolfgang Keßler im Gespräch
Als sich die Sächsisch-Bayrische Starkstrom-Gerätebau GmbH (SGB) im Neumarker Gewerbegebiet ansiedelte, sollten hier pro Jahr 5000 Transformatoren hergestellt werden. „Jetzt sind es 10000“, sagte Geschäftsführer Wolfgang Keßler beim Betriebsbesuch des FDP-Bundestagsabgeordneten Joachim Günther. Davon werden etwa 5500 Transformatoren für den deutschen Markt produziert. Im eigenen Land habe sich SGB mittlerweile einen Marktanteil von einem Drittel erarbeiten können. 350 fest angestellte Mitarbeiter produzieren am Standort Neumark in drei Schichten. Der Betrieb hat derzeit 37 Lehrlinge. Hinzu kommen – je nach Auftragslage – 40 bis 50 Leiharbeiter.

Bei der Neumarker Tochter-Firma in Malaysia sind noch einmal 150 Mitarbeiter beschäftigt. Zusammen mit den Partnerunternehmen in Regensburg und Holland erziele SGB 2007 wohl einen Umsatz von 425 Millionen Euro. 125 Millionen Euro Umsatz werden allein in Neumark erbracht.

SGB Neumark operiere in einem Umkreis von 1000 Kilometern, erläuterte Keßler. So seien nicht nur deutsche Konzerne Vertragspartner. Auf Firmen in der Tschechischen Republik, den Benelux-Ländern, in der Schweiz, Österreich, Ungarn und Polen werden mit Transformatoren beliefert. Aber auch in den Nahen Osten gebe es Geschäftsbeziehungen.

Mitte 2005 habe es eine Trendwende auf dem Markt gegeben. Billigprodukte seien zwar immer noch ein Thema, sagte Keßler Joachim Günther. „Doch die Energieversorger brauchen Verlässlichkeit.“ In den Billiglohnländern profitiere man zwar von den niedrigeren Personalkosten. Doch dass weit weg produziert und vielleicht nicht sofort auf den Bedarf reagiert werden kann, sei ein Problem. Deshalb setzen viele europäische Unternehmen jetzt wieder mehr auf einheimische Firmen. (20. Dezember 2007)

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