Joachim Günther - Betriebsbesuche

Thermofin plant Expansion - trotz weltweiter Wirtschaftskrise

Positive Nachrichten aus der Wirtschaft sind selten in Zeiten der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Doch es gibt sie. So will der vogtländische Wärmetauscher-Produzent Thermofin in Reichenbach expandieren. Noch in diesem Jahr soll eine neue Produktionshalle entstehen. Und es wird mehr Fachpersonal gebraucht.


Joachim Günther und Willy Löffler im Gespräch.
Wie wird sich die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Geschäfte auswirken? Das ist eine Frage, die natürlich auch Willy Löffler, den Geschäftsführer von Thermofin in Reichenbach, umtreibt. Dennoch waren die Nachrichten, die er beim Betriebsbesuch für den FDP-Bundestagsabgeordneten Joachim Günther hatte, durchweg positiv. Thermofin sei derzeit sehr gut im Geschäft. "Aber man weiß natürlich nicht, ob und wie sich die Finanzkrise in unserer Branche auswirkt", so Löffler. Das Reichenbacher Unternehmen fertigt Wärmetauscher und neu auch ganze Klimaunits. Baugruppen also, die in der Prozesskühlung zum Beispiel bei Bosch oder Mercedes verwendet werden.

Aktuell hat Thermofin so viele Aufträge, dass in der Produktionshalle alle eng zusammenrücken müssen. Fertige Produkte werden bis zum Abtransport im Außengelände gelagert, weil in der Halle der Platz dafür fehlt. "Wir müssten erweitern, wollen das auch", berichtete Löffler.

Der Geschäftsführer ist dankbar, dass die Stadt Reichenbach bereits Erdarbeiten im Gewerbegebiet vornehmen lässt. Im März will die Firma Thermofin zu seinen 40000 Quadratmetern weitere 73000 Quadratmeter hinzukaufen. Auf dem Gelände soll eine zweite rund 10000 Quadratmeter große Produktionshalle gebaut werden. Noch dieses Jahr könnte, wenn die Auftragslage bleibt wie bisher, damit begonnen werden. "Ich habe in Krisenzeiten eigentlich immer gebaut und bin damit gut gefahren", sagte Willy Löffler zu seinen Überlegungen.


Die Produktionshalle ist zu klein. Deshalb soll eine zweite, ebenfalls 10000 Quadratmeter große hinzu kommen.
Eine Expansion würde sich auch auf die Zahl der Arbeitsplätze auswirken. Zu den derzeit 130 Mitarbeitern könnten noch einige hinzukommen. Allerdings, so Löffler, sei es schwierig, in der Region Fachkräfte zu finden.

Thermofin hat Vertriebsniederlassungen in Bayern für Süddeutschland, Schweiz, Österreich, in Argentinien für ganz Südamerika, in Malaysia für Asien und den Pazifik-Raum sowie in Russland. Ausgebaut werden sollen die Geschäftskontakte Richtung Balkan. Anfang März wird Willy Löffler die Produktpalette von Thermofin deshalb auf der RomTherm, einer Fachmesse in Bukarest, präsentieren. Joachim Günther, der als Mitglied der Deutsch-Rumänischen Parlamentariergruppe des Bundestages sehr gute Kontakte nach Rumänien hat, wird die Firma unterstützen. (16. Februar 2009)


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