Joachim Günther Pressemitteilungen

Stichtag im Stammzellengesetz streichen

Pressemitteilung vom 11. April 2008

Bei der heutigen Abstimmung zur Änderung des Stammzellgesetzes hat sich der FDP-Bundestagsabgeordnete Joachim Günther für eine Abschaffung des Stichtages eingesetzt. „Der Stichtag 1. 1. 2002 verhindert, dass deutsche Forscher mit neueren und qualitativ hochwertigeren Stammzelllinien arbeiten können. Das behindert die Integration in europäische Forschungsprojekte“, sagte Günther.

Der Abgeordnete wies darauf hin, dass die Entscheidung ethisch-moralisch nicht einfach sei. „Bei den zum Import genutzten Embryonen handelt es sich aber um solche, die im Ausland bei der künstlichen Befruchtung überzählig geblieben sind. Sie werden eingefroren und können sich ohnehin nicht zu einem Menschen entwickeln. In dieser Abwägung sollten sie für die Forschung genutzt werden können“, meinte Günther.

Neben der Abschaffung des Stichtages möchte die Gruppe, der auch Joachim Günther angehört, auch die Strafbarkeit für deutsche Wissenschaftler streichen, die im Ausland mit neueren Stammzelllinien arbeiten.

„Die Stammzellforschung dient zum Beispiel der Heilung schwerer Krankheiten. Auch das ist ein wichtiger ethisch-moralischer Standpunkt“, so Günther.

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