Joachim Günther - Betriebsbesuche

Rubners Metalldrehteile auf allen Kontinenten begehrt

Seit 1864 stellt die Firma Rubner aus Markneukirchen Metalldrehteile - vorwiegend für den Musikinstrumentenbau - her. Die Kunden des Traditionsunternehmens sind in 25 Ländern auf allen Kontinenten zu Hause.


Thomas Rubner zeigt Joachim Günther die große Produktpalette seiner Firma.
Hightech und Tradition - beides ist nicht wegzudenken aus dem Arbeitsalltag in der Thomas Rubner GmbH in Markneukirchen. 1864 wurde das Unternehmen gegründet, das Thomas Rubner heute in der 5. Generation führt. 28 Mitarbeiter hat der Betrieb, der 1972 enteignet und als erster im Vogtland nach der Wende wieder privatisiert worden war. Noch vor der Währungsunion habe er den Familienbetrieb zurückgekauft, berichtete Thomas Rubner dem FDP-Bundestagsabgeordneten Joachim Günther bei dessen Unternehmensbesuch.

Über die Frankfurter Musikmesse sei es gelungen, die Firma wieder auf dem Markt zu etablieren. Wie eh und je stellt Rubner verschiedenste Metallteile für den Musikinstrumentenbau her. Er ist aber auch Zulieferer für die Metallbranche. Zu seinen Kunden zählt zum Beispiel MAN. "Durch unseren großen Maschinenpark und das Know-how meiner langjährigen Mitarbeiter können wir Metalldrehteile jeglicher Art direkt nach Kundenwunsch fertigen - in kleinen und großen Menge", erläuterte Thomas Rubner. Abnehmer hat das Markneukirchener Unternehmen in 25 Ländern auf allen Kontinenten.


Rubners Produktionshalle besitzt eine Museums-Ecke. Die dort stehenden historischen Maschinen sind aber alle noch voll funktionstüchtig und kommen mitunter auch noch zum Einsatz.
Seit 1997 wird in der neu gebauten Halle im Gewerbegebiet produziert. Eine Produktionshalle mit Museum - ist doch in einem separaten Teil des Gebäudes der komplette historische Maschinenpark untergebracht. Einige dieser alten Maschinen werden sogar hin und wieder genutzt, etwa um Metallteile für historische oder auf alt gemachte Instrumente herzustellen. Thomas Rubner ist sehr stolz darauf, dass der historische Maschinenpark noch voll funktionstüchtig ist. Und sollte doch einmal ein Teilchen kaputt gehen, wird im eigenen Betrieb einfach Ersatz dafür hergestellt.

Durch die hauseigene Galvanik hat Rubner ein weiteres Betätigungsfeld. Auch viele Firmen aus Markneukirchen und Umgebung kommen, um hier an ihren Produkten eine Oberflächenveredlung vornehmen zu lassen.

Unter den Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Thomas Rubner GmbH nach Aussage des Chefs derzeit noch nicht zu leiden. Das liegt aber wohl auch an der riesigen Erzeugnispalette. Nicht nur verschiedenste Bass- und Violinen-Mechaniken, sondern zum Beispiel auch Triangeln wurden während Joachim Günthers Betriebsbesuch für den Versand vorbereitet.


Eine historische Stanzmaschine ist noch regelmäßig im Einsatz.
Thomas Rubner ist ein Mann, der vor allem mit seinem Betrieb verheiratet ist. So sei er aufgewachsen. Sein Großvater und dann auch sein Vater hätten es schon so gehalten. Ein wenig Freizeit aber bleibt natürlich. Die verbringt der Firmenchef mit der Familie - und mit der Musik. Seit über 40 Jahren spielt er Posaune. Zum Beispiel im Migma-Orchester.
(6. Februar 2009)

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