Joachim Günther Betriebsbesuche

Neue Generation von Windkraftanlagen

In Falkenstein wird eine neue Generation von Windkraftanlagen entwickelt. Vergleichsweise klein, 120 Kilogramm leicht, geräuscharm, kostengünstig - und vor allem effektiv. „Ich bin begeistert“, sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete Joachim Günther, nachdem ihm Dr. Peter Gläser und Stephan Dressel von der Alphacon GmbH in Zwickau eines der Labormuster vorgeführt hatten.

Bei einer Windgeschwindigkeit von 10 Metern pro Sekunde bringt die aus zwei Repellern in einer Düse bestehende, nach  dem Diffusorprinzip arbeitende  Anlage eine Leistung von 1,2 kW.  Eingesetzt werden kann die Anlage auf Fabrikdächern, Containern, Funkmasten oder als Insellösung. Wirklich effektiv arbeite sie dort, wo mit 3000 Windstunden pro Jahr gerechnet wird, erläuterte Projektleiter Stephan Dressel dem Abgeordneten. Der Vertrieb werde schon jetzt angekurbelt – man sei mit Partnern in den USA, Kanada, Tibet, Indien, Südafrika, den Baltischen Staaten und Russland im Gespräch. Auch Unternehmer der Region hätten bereits Interesse bekundet.

Drei Labormuster werden gefertigt. Alle drei dienen der ständigen Weiterentwicklung – dafür fließen noch bis April 2011 Fördermittel. Eines der Labormuster verbleibt dafür in der Halle auf dem Prüfstand. Ein weiteres ist bald auf dem Dach der von Alphacon am Falgardring in Falkenstein genutzten Produktionshalle zu sehen. Und ein drittes soll auf dem Dach eines Berliner Hotels zu Erprobungs- und Messzwecken installiert werden.

„Unser erklärtes Ziel ist, den energetischen Verlust so gering wie möglich zu halten “, sagte Alphacon-Geschäftsführer Dr. Gläser Joachim Günther. Genau das wird bei den Anlagen, die in Falkenstein noch in diesem Jahr vom Band laufen sollen, umgesetzt. In einem von der Sächsischen Aufbaubank und mit EFRE-Mitteln geförderten Verbundprojekt engagieren sich neben Alphacon auch die Firma
Kunststofftechnik Käppel und KVB, das Institut für Konstruktion und Verbundbauweise, aus Chemnitz. Das Institut für Textil- und Ledertechnik in Reichenbach entwickelt einen witterungsbeständigen Stoff, der die Düse umspannen soll. „Sobald ein solartauglicher Stoff gefunden wird, werden wir die Photovoltaik-Platte, die bei den ersten Produktionen oben auf der Düse befestigt ist, damit ersetzen“, so Dr. Gläser.

Seit 5 Jahren trägt sich der Alphacon-Geschäftsführer mit dem Gedanken, ultraleichte Module für Kleinwindanlagen zu bauen. Seit Februar 2009 kann intensiv geforscht werden – dank der Förderung durch die  Sächsische Aufbaubank und die Europäische Union. Sechs völlig unterschiedliche Labormuster wurden in der Zeit geschaffen, fünf verworfen. „Mit der Variante, die wir jetzt haben, wollen wir in die Produktion gehen. Für unsere Firma ein Novum. Bislang haben wir nur Ingenieurleistungen erbracht. Nun werden wir erstmals auch etwas selbst produzieren.“ Partner bleibt dabei auch weiterhin die Firma Käppel, die die Düsenmodule liefern wird. „In Falkenstein werden wir nur die fertigen Teile montieren, die Anlagen versenden und natürlich versuchen, unser Labormuster noch effizienter zu gestalten.“  (19. August 2010)

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