Joachim Günther Pressemitteilungen

Gesundheitsreform gescheitert

Pressemitteilung vom 5. März 2008

„Bereits zum zweiten Mal hat eine Bundesregierung eine Reform im Gesundheitswesen als Jahrhundertreform gefeiert. Doch auch diese jüngste Gesundheitsreform ist aus meiner Sicht gescheitert.“ Das sagt der FDP-Bundestagsabgeordnete Joachim Günther mit Blick auf die langen Wartezeiten, die gesetzlich Versicherte zum Beispiel in seinem Wahlkreis Vogtland in Kauf nehmen müssen, um einen Facharzttermin zu bekommen. Und auch mit Blick auf die langen Wartzeiten, die in den Wartezimmern der Arztpraxen Normalität sind.

Das Fass zum Überlaufen gebracht hat für Joachim Günther aber,  dass in einigen vogtländischen Arztpraxen das Budget im ersten Quartal gerade einmal 5 bis 6 Wochen reichte. Ärzte und Schwestern arbeiten dort seither bei weiterlaufenden Kosten ohne Bezahlung. Allerdings machen sie mit Hilfe von in der Praxis aufgehängten Plakaten auf diesen Missstand aufmerksam. Über den Fakt an sich ist Joachim Günther genauso betroffen wie die vielen Patienten, die die Arzthelferinnen und Ärzte natürlich darauf ansprechen. Bei den meisten Patienten mischt sich aber Empörung mit Betroffenheit. Ganz einfach, weil diese Menschen der Meinung sind, genügend Krankenversicherungsbeitrag zu zahlen. Eine Frau sagte Joachim Günther zum Beispiel, dass sie nach einem Arbeitsplatzwechsel unter die Bemessungsgrenze fiel, sich seither also nicht weiter privat versichern darf. Insgesamt habe sie  in der privaten Krankenversicherung weniger Beitrag gezahlt, als jetzt in der gesetzlichen, obwohl ihre beiden Kinder bei der privaten Krankenkasse gesondert zu versichern waren, während sie in der gesetzlichen als mitversichert gelten.

Die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag befürwortet ein Gesundheitssystem, das an die jetzige private Krankenversicherung angelehnt ist, mit dem aber dennoch die Grundversorgung für jeden garantiert wird. „Das scheint mir im Zuge der demografischen Entwicklung in unserem Land die beste Lösung“, so Joachim Günther. Ein weiterer Vorteil: Die derzeit bestehende Zwei-Klassen-Medizin würde es nicht mehr geben.

Joachim Günther hat sich heute mit der Bitte um Hilfe für die betroffenen Ärzte an seinen vogtländischen SPD-Bundestagskollegen Rolf Schwanitz, den Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, gewandt.

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