Diskussion über Zeitarbeits-Entgelt längst überfällig
Die FDP-Bundestagsfraktion möchte erreichen, dass Zeitarbeitern nach einer Einarbeitungszeit von maximal zwei Monaten der gleiche Lohn wie den „Stammbeschäftigten“ eines Unternehmens gezahlt wird. Dazu erklärt der Sprecher der Ländergruppe Ost- und Mitteldeutschland der FDP-Bundestagsfraktion, Joachim Günther: 750.000 Menschen sind derzeit über Zeitarbeitsfirmen beschäftigt und fühlen sich als Arbeiter zweiter Klasse. Sie bekommen für gleiche Arbeit weniger als die zur Stammbelegschaft des Unternehmens gehörenden Kollegen. Bei einigen Zeitarbeitern reicht der Verdienst nicht einmal, um aus eigener Kraft das finanzielle Überleben ihrer Familien zu sichern. Das ist ungerecht, unsozial und demotivierend - zumal die Betriebe, in denen die so genannten „Leiharbeiter“ beschäftigt sind, Zeitarbeit teuer bezahlen.
Ich habe viele Unternehmensbesuche durchgeführt und dabei auch das Thema „Zeitarbeit“ mit den Firmenchefs diskutiert. Solange Deutschland starr am derzeit gültigen Kündigungsrecht festhält, wird Zeitarbeit nötig sein. Nur so können die Betriebe ihre Personalpolitik entsprechend der Auftragslage gestalten. Aus meiner Sicht ist es höchste Zeit, dass über die Themen Zeitarbeit und Kündigungsschutz diskutiert wird. Denn ich möchte, dass jeder, der arbeiten geht und sich anstrengt, dafür einen Lohn bekommt, von dem er leben und sich etwas leisten kann.



