Joachim Günther - Aktuelles

Christian Wullf ist neuer Bundespräsident

Christian Wulff ist neuer Bundespräsident. Er erhielt während der 9 Stunden dauernden 14. Bundesversammlung am 30. Juni im 3. Wahlgang 625 Stimmen - die absolute Mehrheit, die er im 1. und 2. Wahlgang gebraucht hätte. In seiner Antrittsrede sagte der 51-Jährige, er wolle vor allem zur inneren Einheit Deutschlands und zum besseren Verständnis zwischen Ost und West beitragen. Parallelgesellschaften könnten am besten vermieden werden, wenn jeder auf jeden zu- statt an ihm vorbei gehe. "Ich bin sicher, Herr Wulff wird ein sehr guter Bundespräsident", so Joachim Günther. "Er hatte einen starken Gegenkandidaten, der wohl für die meisten aus dem bürgerlichen Lager ebenfalls wählbar gewesen wäre. Aber Herr Wulff war unser gemeinsamer Kandidat. Und ich bin froh, dass er nun in Schloss Bellevue einziehen wird."

Im ersten Durchgang war Wulff klar gescheitert. Obwohl Union und FDP insgesamt 644 Wahlfrauen und -männer in der Versammlung hatten, erhielt er nur  600 Stimmen. Ex-DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck bekam 499 Stimmen. Die von der Linken aufgestellte Luc Jochimsen durfte sich über 126 Stimmen freuen.

Mit 615 Stimmen verfehlte Wulff auch beim 2. Wahlgang die absolute Mehrheit. Gauck kam auf 490 Stimmen, Jochimsen auf 123. In der folgenden Pause versuchten SPD und Grüne die Linke dazu zu bewegen, für Gauck zu stimmen, nachdem Jochimsen verkündet hatte, nicht mehr antreten zu wollen. Das passierte jedoch nicht. 121 Wahlfrauen und -männer enthielten sich im 3. Wahlgang der Stimme.

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