Joachim Günther Betriebsbesuche

Bunte Erzeugnisse für den Schulanfang

Bislang ist die Firma Roth Edition für ihre Führungen durch die Zuckertüten-Fabrik bekannt, selbstredend auch für ihre Zuckertütenproduktion oder die Erfindung der Hausaufgabenhefte für Faule. Innovation wird bei dem in Stenn ansässigen Unternehmen groß geschrieben. Und deshalb dürfen sich nun neben Schulanfängern und Schülern auch Ältere freuen. An sie wurde in kreativen Stunden gedacht.

Geschäftsführer Klaus Roth ist stolz auf ein kleines Separee in der großen Werkhalle, durch das er beim Betriebsbesuch jetzt auch den Bundestagsabgeordneten Joachim Günther führte. Hier sind Hochzeitstische festlich gedeckt. Roth Edition wird  in Kürze Komplettpakete für die notwendigen Papierartikel zur Hochzeit in verschiedenen Designs anbieten. Von der Einladung über Servietten, Tischkarten bis hin zur Dankeschön-Karte gibt es alles mit einheitlichem Muster. Tischkarten können dabei dann durchaus mit kleinen Reagenzgläschen bestückt sein, die man wahlweise mit einer Blüte oder Dekosand füllen kann.

Für den Schulanfang gibt es solche Komplettpakete bereits. Für die Konfirmation sollen sie bald auf den Markt kommen – und für Hochzeiten sind die ersten Muster-Sets zumindest kreiert. „In der Regel heiratet man  ja nur ein Mal und da soll dann alles stimmen. Wir wollen unseren Teil dazu beitragen“, sagt Klaus Roth. 35 Männer und Frauen beschäftigt er ganzjährig, 50 in der Saison.  Zurzeit reift eine weitere Idee: Einen Schultütenparcours will Roth in unmittelbarer Nähe seines Firmengeländes schaffen – eine Art Lernparcours für Vorschüler.

Mit denen haben die Beschäftigten des Stenner Unternehmens in den vergangenen Jahren viele Erfahrungen gesammelt. Klaus Roth hat eine Kindergärtnerin im Ruhestand beschäftigt, die von Mitte Januar bis März/April  3 Führungen mit bis zu 100 Kindern täglich durch die Zuckertütenfabrik leitet. Die Vorschüler sind immer wieder begeistert zu sehen, wie die bunten Bilder auf den in Reichenbach gefertigten Karton-Rohling geklebt werden, und die Zuckertüte anschließend mit ihrer stabilen und einmaligen, weil patentierten Holz-Spitze versehen wird. „Viele Kinder suchen sich dann schon hier bei uns ihr Lieblingsmotiv aus. Bei den Mädchen haben die Motive Prinzessin und Pferde klar die Nase vorn. Jungs mögen lieber Rennautos und Dinosaurier.“ Produziert werden die Schultüten 85 Zentimeter groß, eckig und mit Tüllverschluss. „Die haben in den neuen Bundesländern Tradition und werden vorwiegend auch hier gekauft. In den Altbundesländern werden runde Tüten, 70 Zentimeter groß, bevorzugt.“

Ab der kommenden Saison brauchen sich Eltern keine Gedanken mehr zu machen, wie der Zuckertütenschmuck auf dem Tüllverschluss aussehen soll. Klaus Roth und sein Team entwickeln gerade verschiedene Verschlusskappen – aus Karton wie der Zuckertütenkörper, prächtig verziert mit Schleifen und Accessoires.

„Von diesem Unternehmen werden wir noch viel Positives hören“, ist sich Joachim Günther sicher. „Hier stimmt einfach alles – ganz besonders beeindruckt bin ich von der Arbeitsweise der Entwicklungs- und Kreativabteilung.“                 (5. August 2010)

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