Joachim Günther - Wahlkreis

Auf den Spuren der Neuberin über die Göltzsch


Natürlich, die Göltzschtalbrücke ist das Markenzeichen des Vogtlandes. Als größte Ziegelsteinbrücke der Erde ist sie weltbekannt und wird täglich von vielen Touristen besucht. Doch dieser Teil meiner Heimat, das Nördliche Vogtland, hat noch wesentlich mehr zu bieten als dieses imposante Bauwerk. Und man braucht mehr als einen Tag, um sich all die Sehenswürdigkeiten hier anschauen zu können.


Burg Mylau
Bleiben wir zunächst in Netzschkau und Mylau, den beiden Städten also, auf deren Territorien die Göltzschtalbrücke gebaut wurde. Geschichtsinteressierte wird es auf die Burg Mylau ziehen, die 1180 als Reichsdienstmannensitz des Kaisers Friedrich Barbarossa gegründet worden war. Dort gibt es neben einer Ausstellung zur Entwicklung des Vogtlandes und der Geschichte der Göltzschtalbrücke auch eine naturkundliche Sammlung. 15000 Insekten-, 1000 Vogel- und etwa 700 Säugetierpräparate sind hier zu sehen. Wer mag, sollte zudem einen Blick in die Mylauer Stadtkirche werfen. Dort kann man unter anderem den Klängen der Silbermann-Orgel lauschen.

Das Netzschkauer Schloss (erbaut um 1490) und die unmittelbar daneben stehende Schlosskirche warten mit einigen historischen Kostbarkeiten auf. Und wer sich für die Gestaltung von Wohnhäusern und den Bergbau interessiert, sollte nicht versäumen, sich das private Bergbaumuseum von Michael Straub anzuschauen. Der junge Mann hat Erdgeschoss und Keller seines Mehrfamilien-Wohnhauses in Netzschkau nämlich zum Bergwerk umfunktioniert. Kaue, Lampenstube, Förderkorb, Steigerstube – hier fehlt es einfach an nichts.

Natürlich kann man im Vogtland auch richtig in den Berg. Eine Möglichkeit dazu gibt es im Alaunwerk Mühlwand bei Reichenbach. Seit 2002 können Besucher dort während eines halbstündigen Rundgangs in die Welt des Schieferbergbaus eindringen.

Das Gebiet rund um Mühlwand ist übrigens ein Paradies für Wanderer. Entlang des Wanderweges wurden an allen besonderen Stellen Tafeln aufgestellt, auf denen alles zu den historisch bedeutsamen Wegstellen erläutert wird.

Beliebt bei Wanderern ist auch der zwischen Netzschkau, Brockau und Reimersgrün gelegene 511 Meter hohe Kuhberg mit Kuhbergbaude und Bismarckturm. Von letzterem aus kann man bei guter Sicht sogar das Leipziger Völkerschlachtdenkmal sehen. Am Fuße des Turms sind drei große Gartenbahnanlagen aufgebaut, die Kinder wie Erwachsene erfreuen.

Wer romantische Erinnerungsfotos schießen möchte, für den ist der Ausflug nach Elsterberg ein Muss. Die dortige Burgruine ist vom MDR unter die zehn schönsten Burganlagen Mitteldeutschlands gewählt worden. Ein Mal im Jahr findet hier ein Ritterspektakel statt.

Die größte Stadt im Nördlichen Vogtland, Reichenbach, ist 2009 Ausrichtungsort für die Landesgartenschau. Reichenbach wird auch Neuberinstadt genannt – nach ihrer bekanntesten Tochter, der Theaterreformatorin Friederike Caroline Neuber. Über deren Leben und Wirken können sich Interessierte im Neuberinmuseum auf dem Reichenbacher Johannisplatz informieren. Das Neuberinmuseum ist auch zugleich Stadtmuseum, in dem unter anderem die Industrialisierung Reichenbachs anschaulich dargestellt wird.

Erdachse wird geschmiert


Die Erdachse schaut in Pausa aus der Erde raus...
Pausa hat als einzige vogtländische Stadt einen Globus auf dem Rathausdach. Und warum? Nun, die Pausaer behaupten, dass sich genau an der Stelle der Mittelpunkt der Welt befindet.

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FDP Vogtland

www.fdp-vogtland.de
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Ein Paradies für Musiker

Die im Vogtland gefertigten Musikinstrumente haben Weltruf. Rund um Markneukirchen erstreckt sich der "vogtländische Musikwinkel". In über 100 Handwerksbetrieben werden fast alle Orchester-Instrumente hergestellt.

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