Ampelmann und -frau auf Souvenirs vereint
Seit 38 Jahren gibt es das Ampelmännchen. Erfunden wurde es von Sigrid Lemke. Joachim Roßberg, damals Betriebsdirektor des VEB Signaltechnik Wildenfels, ließ ab 1973 erste Ampeln mit Schablonen ausstatten, so dass den Ampelmännchen „Leben“ eingehaucht wurde. Bis zur politischen Wende gab es die Ampelmännchen nur auf dem Gebiet der DDR. Drei Jahre lang verschwanden sie von der Bildfläche, kamen 1993 aber wieder und eroberten dann auch die Herzen der Altbundesbürger. Als Marke schützen lassen hat Joachim Roßberg nun das Ampelpärchen. Zu finden ist es auf Kugelschreibern, Uhren, Kaffeetöpfen. Zum Ampelmann hatte sich in den 1980er Jahren nämlich eine rote Ampelfrau gesellt. Seit 2004 gibt es diese auch in Grün.


Joachim Günther und Joachim Roßberg
Noch immer verkaufen sich Souvenirs mit Ampelmännchen und –frau sehr gut, sagte Joachim Roßberg beim Betriebsbesuch des FDP-Bundestagsabgeordneten Joachim Günther. Das Hauptgeschäft des Unternehmens allerdings ist ein anderes. Die jetzt in Zwickau ansässige Verkehrsleittechnik Roßberg GmbH vermietet und verkauft Baustellen- und Verkehrsabsicherungen - Lichtsignal-Anlagen, Verkehrszeichen, Bauzäune, Straßenpoller und Absperrpfosten. Entsprechend groß ist der Lagerbestand. Roßberg übernimmt zudem Projektierung, Aufbau und Fullservice von Verkehrsleitsystemen und
–einrichtungen, fährt Winterdienst und bringt Straßenmarkierungen auf. Auch im Vogtland sind die 25 Mitarbeiter des Unternehmens regelmäßig unterwegs.
Außerdem wird in der Firma weiter Ampelzubehör gefertigt.
Mitunter, verrät der Senior-Chef, wolle ein Opa für seinen Enkel eine gusseiserne echte Ampel. „Die richten wir dann her.“ Kleine Jungs könne man damit echt begeistern, so Joachim Roßberg. Daher sind die privaten Ampeln fast so begehrt, wie etwa die Wanduhren im Ampelmännchen- oder Ampelfrau-Design, die Roßbergs in ihrem Internet-Shop anbieten.


